Stockholm bis Västervik

Mittwoch, den 18.Juli 2018

Es ist wieder ein klarer Himmel und der Wind ist schwach mit 5-10 kt. Schon um  08:00 Uhr haben wir wieder 22°C. Kuno sorgt für ein schönes Frühstück mit leckerem Rührei und Speck. Da es schon einige Tage her ist, dass ich den Motor auf Ölstand kontrollierte wirds mal wieder Zeit. Alles bestens. Kein Ölverbrauch und ziemlich klar ist das Öl auch noch. Nur das Klappern bei niedrigen Drehzahlen nervt noch und ist auch etwas mehr geworden.

Um 09:00 Uhr laufen wir anfangs unter Maschine aus, den wie nun schon ziemlich oft kommt der Wind mal wieder direkt auf die Nase. Dann abwechselnd mit Segel und Maschine durch die schöne Schärenlandschaft.  11:00 Uhr, …der Wind frischt mit 13 kt aus SO auf und beschert uns einen schönen Segeltag. Nach 20 sm finden wir in einer kleinen Bucht auf 59:09,6N und 18:23,6E einen schönen Ankerplatz. Wir lassen die Seele baumeln, lesen und  kniffeln.

Donnerstag, den 19. Juli 2018

Strahlender Sonnenschein weckt uns schon früh um 6:30 Uhr und die Bucht lädt zu einem Sprung ins Wasser ein. Herrlich, …bei 20°C und glasklarem Wasser. Wir lassen uns wieder viel Zeit für unser Frühstück,…immer die wichtigste Mahlzeit am Tag. Wärend Kuno sich um Backschaft kümmert lege ich die Wegepunkte bis Nynäshamn fest und gebe sie in den Kartenplotter ein. Um 09:30 geht der Anker auf und wir segeln zwar mit schwachem aber achterlichem Wind aus NO. Die flatternde Fock nervt dabei also wir sie  ausgebaumt. 12:00 Uhr, Thomas von der Comfy meldert Anker gefallen in der Rönö-Bucht. Das liegt ja fast auf unserem Kurs.  13:30 Uhr der Wind dreht auf Ost und frischt auf. Ein schöner Halbwindkurs beschert uns eine herrliche Rauschefahrt mit 6kn. Um 15:15 laufen wir in die Rönö-Bucht ein, wo auch die COMFY vor Anker liegt. Der Anker fällt auf 58:56,3N und 18:10,6E. Wir trinken gerade unser Einlaufbier, da kommt ein älterer Herr von einem in der Nähe vor Anker liegenden Motoryacht zu uns herübergeschwommen. Er beschwert sich, dass wir in seiner Nähe ankern. Auf meine Frage, was denn  sein Problem sei, wir liegen doch so weit weg, dass wir uns auch durch schwojen nicht ins Gehege kommen können. Seine Antwort: „Wir ankern hier weil wir unsere Ruhe haben wollen“. Meine Antwort: „Ja, wir auch“! Ein schöner Abend mit einem traumhaften Sonnenuntergang ohne störenden Nachbarn.

Freitag, den 20.Juli 2018

06:30 Uhr aus den Kojen. Wärend Kuno sich um das Frühstück kümmert springe ich für ein Bad über Bord. Die Bucht ist herrlich ruhig und alles schläft noch. Auch die COMFY-Crew scheint noch zu schlafen. Es ist totale Windstille und wir lassen uns viel Zeit beim Frühstück.  Da wir mal wieder Einkaufen müssen beschliessen wir nach Nynäshamn zu gehen. Bei Anker auf um 09:30 Uhr immer noch kein Wind,…also muss der Jockel ran. Es ist nicht weit nach Nynäshamn so dass wir trotzdem noch Segel setzen und uns die hälfte der 7 sm noch mit teilweise unter 2kn Fahrt so dahinquälen. Der Hafen von Nynäshamn ist ziemlich voll. Liegegeld beim Hafenmeister 290 skr bezahlt. Es scheint ein typischer Touri-Ort zu sein. Da auch ein Kreuzfahrtschiff hier seine Gäste ausgeschüttet hat, wimmelt es hier von Menschen. Bei Coop ergänzen wir unsere Vorräte  und auf dem Rückweg in der Rökerie für das Abendessen noch frisch geräucherte Makrele und Lachs erworben.  Alle Gaststätten am Hafen sind voll. Abends ist Party mit Livemusik am Hafen.  Pünktlich um 00:00 Uhr ist aber Ruhe, bis auf ein paar Nachtschwärmer die auf den Schiffen oder Stegen noch weiter feiern.

Samstag, den 21 Juli 2018

Wärend Kuno sich wieder um das Frühstück kümmert, kontrolliere ich das Motoroel. Wie schon bisher auf dem gesamten Törn kein Öl verbraucht und es ist immer noch ziemlich klar.

Um 09:30 Uhr laufen wir unter Maschine aus, denn ist noch totale Flaute Unser Ziel ist noch nicht klar, aber Richtung Öxelsund soll es schon gehen. Gegen 10:00 Uhr kommt ein leichtes Lüftchen auf und wir setzen die Segel. Aber was ist los? Das Besansegel blockiert beim Setzen, ein Rutscher ist gebrochen, …Dann lassen wir das heute mal. Gegen Mittag schläft der Wind wieder ganz ein. Jockel wird geweckt und übernimmt den Job. Nach 1 1/2 Std. kann Jockel wieder ruhen, denn aus SO bläst es wieder mit 10kn, der später weiter auffrischt.

15:00 Uhr, im Westen ziehen Gewitterwolken auf. Alles gut verstauen und Vorbereitungen zum Segel streichen. Der Wind frischt ordentlich auf und erreicht durchschnittlich 25 kn. Wir können aber gut weitersegeln, denn Das Gewitter ist an uns vorbeigezogen.  Wir laufen von NO nach öxelsund ein,…die Ansteuerung durch die Schären ist hier nicht ganz einfach. Ohne Kartenplotter hätte ich mich da nicht reingetraut. Nach 39 sm davon 14 sm unter Motor sind wir um 19:00 Uhr fest in Öxelsund. Die COMFY ist auch schon da. Wir nehmen eine Heckboje und unsere Freunde Katrin und Thomas sind wie schon so oft wieder beim Anlegen am Steg und nehmen die Vorleinen an, …immer schön Euch wiederzutreffen. Wir werden von unserem schwedischen Nachbarn gebeten einen anderen Liegeplatz einzunehmen, denn er käme sonst morgen früh schlecht raus. ??? Ich kann das nicht ganz nachvollziehen nehme aber zu seiner Erleichterung die Heckleine  auf die Stb.-Seite. Wer da nicht raus kommt sollte besser im Hafen bleiben. Ich verabrede mich mit der COMFY-Crew zum Bord-Grillen auf der REA. Wie immer ein netter Abend mit Euch beiden.

Sonntag, den 22. Juli 2018

Wetterbericht 3-4 bft aus SW 23°C.  Nach dem Frühstück gehen wir noch in Öxelsund Einkaufen.  Ca. 1km vom Hafen gibt es einen ausgezeichneten Supermarkt mit sehr umfangreichem Sortiment und sehr hilfsbereitem Personal.  Eine sehr nette Mitarbeiterin half uns deutschsprachig in diesem riesigen Sortiment die gewünschen Produkte zu finden.

Um 12:30 laufen wir mit SO-Kurs bei schwachem Wind aus. Schon nach einer Stunde briest es auf und wir segeln einen herrlichen Amwindkurs unter Vollzeug fast genau auf der in den Plotter eingegebenen Kurslinie. 14:00 Uhr, der Wind nimmt kräftig zu bis zu 30 kn. Das war mal wieder wie so oft nichts mit der Windvorhersage. Wir streichen das Großsegel denn dann ist es auch bei noch mehr Wind für meine REA und mich kein Problem. Trotzdem nehmen wir die nächstmögliche geschützte Bucht und gehen nördlich Akö auf 58:29,9N und 16:59,5E  um 15:40 Uhr vor Anker. Einlaufbier und ausgiebiger Mittagsschlaf folgen. Das Wasser in der Bucht ist sehr sauber und lädt bei 22°C zum Baden ein. Da Kuno nicht baden geht, bereitet er das Abendessen vor. Es gibt heute Frikadellen , Kartoffeln und Gurkensalat. Sogar Schokopudding zum Nachtisch. Den Abend vertreiben wir uns mit Kniffeln.

Montag. den 23. Juli 2018

Der Morgen lacht mal wieder mit strahlendem Sonnenschein aber leider kaum Wind . Also erstmal ein ausgiebiges Bad in dieser herrlichen Bucht. Kuno bereitest wärend dessen das Frühstück. Vor dem Auslaufen ist mal wieder ein Motorcheck angesagt. Oelstand ist immer noch auf dem gleichen Level, obwohl wir seit dem Start immerhin 230 Stunden unter Maschine gefahren sind. Das einzige was mich zunehmend stört, sind die klappernden Geräusche bei bestimmten, meist niedrigeren Drehzahlen um die 1300 U/Min. Um 09:00 Uhr nehmen wir Anker auf. Den ganzen Tag haben wir entweder kaum Wind, und wenn denn eine kleine Briese zu spühren ist, dann kommt sie mal wieder direkt auf die Nase. Das ist frustrierend! Uns entschädigt dabei aber die wunderschöne Landschaft durch die inneren schwedischen Schären. Hier ist auch die Zufahrt zum Götakanal.  Um 15:30 Uhr reicht es uns mit dem ungünstigen Wind und ich suche mir eine schön gelegene Ankerbucht. Wir haben Glück, denn ich finde hier eine Mooringtonne an der wir festmachen können. Nach einen Nickerchen gehe ich schwimmen und Kuno bereitet Bratkartoffeln mit Ei. Wärend ich das Lockbuch ergänze kommt ein mächtiges Fluchen aus der Kombüse. Kuno ist das Pfannenmesser hinter den Herd gefallen. Beim Versuch es wieder herrauszufischen, kippt er den kardanisch aufgehängten Herd nach hinten und….die ganze Pfanne samt der fertigen Bratkartoffeln landet ebenfalls hinter den Herd. Eine gemeinsame Rettungaktion hat noch für eine ausreichende Mahlzeit gereicht. Wegen der Wiedrigen Winde haben wir heute von 25 sm eine Strecke von 20sm motort.

Dienstag, den 24. Juli 2018

07:00 Uhr Wecken und ab in die glasklaren Fluter dieser wunderschönen Bucht. Kuno meldet beim zubereiten des Frühstücks,….Gas ist alle! Gut, dass wir zwei Gasflaschen haben. Also zweite Flasche aufdrehen. Um 09:30 laufen wir aus,…anfangs under Maschine. Nach kurzer Fahrt können wir Groß, Fock und Besan setzen und laufen mit schwachen  Winden immerhin 3 kt. Der Wind frischt immer weiter auf und dreht nach Süd. Unser Ziel ist Västerviek und liegt leider teilweise auf Südkurs. Trotzdem ein herrlicher Segeltag mit guten Anliegerkursen bei 18 kt Wind. Die Schären sind wieder eine Augenweide. 18:00 Uhr einlaufen in Västerviek. Gerd von der Sunrise steht schon am Steg und weist uns zu einem freien Platz ein. Thomas und Gerd assistieren  beim Anlegemanöver,…das ist Segelkameradschaft!  Das gemeinsame Einlaufbier gibt es auf der Sunrise.  Liegegeld beim Hafenmeister für zwei Tage 520 skr = 52,00 € bezahlt. Abendessen heute mal einfach,…ich mache Apfelpfannkuchen. Anschliessend duschen und müde in die Koje.

Bis Västerviek haben wir jetzt 1695 sm zurückgelegt. Davon sind wir 1014 sm gesegelt und 681 unter Maschine gelaufen.

Mittwoch, den 25. Juli 2018

Hafentag in Västerviek, denn heute ist der Geburtstag von Gerd von der Sunrise. Nach einem ausgedehnten Frühstück ist Kuno der Meinung, dass mal gründlich „Klar Schiff“ gemacht werden müsste. Ich lass mich überreden. Wir einigen uns darauf,…er unter Deck und ich Deck und Plicht. Bei 30°C war das kein großes Vergnügen und es folgte eine ausgiebige Stegdusche. Wir müssen mal wieder Einkaufen gehen. GoogleMaps rechnet bis zum nächsten Supermarkt 3 km aus. Das ist Kuno zu weit bei der Hitze. Also schleppe ich mich mit dem Eingekauften allein ab. Den Nachmittag vertreiben wir uns mit Lesen und Dösen. Ich bereite meinen Lotus-Grill  für Gerd seine Geburtstagsfeier vor und schnippel den als Geburtstagsgeschenk zugesagten bunten Salat zurecht. Mit Marianne und Gerd, Kathrin und Thomas, Ralf mit seinen beiden Töchtern Greta und Marie und Kuno und mir einen netten Grillaben verbracht. Eigentlich ist wegen der Trockenheit das Grillen in Schweden seit einiger Zeit streng verboten. Wir wurden von den Schweden auch massiv darauf hingewiesen. Gerd drückte dem Schweden seinen bereits seit einer halben Stunde angezündeten Cob-Grill in die Hand und konnte ihn überzeugen, dass diese geschlossenen Systeme völlig ungefährlich sind. Bis 01:00 Uhr verbrachten wir im T-Shirt einen sehr gemütlichen Abend.

 

 

 

Mariehamm und die Ålands bis Stockholm

Dienstag, den 03. Juli 2018

Ich bleibe noch in Mariehamm, denn heute kommt Sabine als neues Crewmitglied mit der Fähre aus Stockholm. Den Tag mit ausgiebigen Stadtbummel verbracht,….leider das Potemoneit an Bord vergessen, aber das spart. Am Nachmittag Seekarten studiert um einige Routen durch die Ålands auszukundschaften. Ich mache mir ein leckeres Abendessen mit einem Bierchen . Danach drei ausgiebige Saunagänge, ausruhen, lesen und um 22:50 Sabine vom Fährterminal abholen. Nach einem Absacker mit einem Glas Rotwein und netter Unterhaltung  sind wir müde und Sabine richtet sich in der Achterkoje ein.

Mittwoch, den 04. Juli 2018

Ausschlafen ist angesagt. Lange gefrühstückt und unterhalten. Wir müssen noch einkaufen um in den nächsten Tagen versorgt zu sein. Mit Sabine Stadtrundgang mit Einkaufen. Am Eisstand können wir nicht vorbei. Hier kostet eine große Kugel 3€. Der Tag geht schnell vorbei und wir planen den Folgetag. Natürlich wird am Abend wieder die Sauna genutzt.

Donnerstag, den 05. Juli 2018

wir beschließen heute nach Degerby-Föglo zu segeln. Die Windrichtung müsste gerade einen Anlieger zulassen. Da es nur 11 sm sind, lassen wir uns Zeit und laufen erst gegen Mittag aus. Ein schöner Segeltag bei wolkenfreiem Himmel. Sabine hat heute das Schiff kennengelernt und steuert das Boot souverän und mit viel Freude. Sie ist eine sehr gute Bordfrau und kennt alle notwendigen Tätigkeiten gut.

Um 17:00 Uhr in Degerby-Föglö fest. Wir sind fast das einzige Schiff im Hafen und können die Sauna gemeinsam nutzen, denn wir sind ganz allein. Zum Kochen haben wir keine Lust mehr und begnügen uns mit Käsewürfeln.. Nach einem gemütlichen Abend mit ein, zwei Gin-Osaft fallen wir totmüde in die Kojen.

Freitag, den 06.07.2018

Windvorhersage 4-5 Bft Nachmitags 5-7 Bft. Da wir möglichst den schwächeren Wind nutzen wollen gehen wir gleich nach dem Frühstück auf Tour. Wir wollen nach Sotunga, denn dort wollen wir Thomas und Katrin von der COMFY treffen, die ich seit Ventspiels in Estland nicht mehr gesehen habe. Sabine und ich teilen uns das Rudergehen. Wegen kräftigem Wind nur Besan und Fock gesetzt,…trotzdem laufen wir über 5 kt. Motoren brauchen wir kaum. In Sotunga stehen Katrin und Thomas schon am Steg. Sabine steht am Ruder und fährt einen perfekten Anleger. Nach dem Abendessen treffen wir uns zum Sundowner auf der COMFY. Das war ein schöner Abend, denn Thomas hat uns mit seinem prächtigen Humor bestens unterhalten.

Samstag, den 07. Juli 2018

Windvorhersage 5-6 , Nachmittags 5-7 Bft. Wir segeln gleich nach dem Frühstück los und wollen nach Kastellholm. Das hat mir Jens Bussler sehr empfohlen. Vorher verabschieden wir uns noch von der COMFY-Crew. Bei kräftigem Wind segeln wir unter Besan und Fock. Bei Böen bis zu 34kt. kommen wir mit dieser Besegelung sehr gut klar und haben einen maximalen Speed von 8,2 kt.  auf dem Plotter ablesen können. Sabine steuert perfekt und wir können die meiste Zeit segeln.  Am Nachmittag passiert mir ein kleines Mißgeschick,…ich trete auf den vorbereiteten Bojenhaken der in der Plicht liegt und zerbreche den Holzstiel. Da das Teil wichtig  ist, segelt Sabine weiter und ich kürze den Stiel und repariere das mit Bordmitteln. Um 17:30 Uhr laufen wir nach 31sm  in Kastelholm ein. Der Hafenmeister weist uns ein und ist beim Anlegen ein guter Helfer, denn der Wind bläst immer noch mit 30 kt. Sabine macht mit frischem Brot und Salat ein vorzügliches Abendessen.

Sonntag, den 08. Juli 2018

In Kastellholm ist es sehr schön und wir beschließen noch einen Hafentag einzulegen. Nach ausgiebiger Nachtruhe und gutem Frühstück lassen wir uns Zeit. Wir besuchen das Freilichtmuseum mit vielen alten Hütten und Häusern. Alles ist sehr schön gelegen. Ein altes Schloss für einen Senioreneintritt von 4,50€ besichtigt. Wir kommen mit einem deutschen Ehepaar ins Gespräch, die die Ålands mit dem Fahrrad bereisen. Gemeinsam sitzen wir in einem kleinen Café und können dem Kuchen  in der Vitrine nicht widerstehen und wollen uns ein Stück teilen.  Der Preis für ein kleines Stück Kuchen mit Sahne von 7,50€ hat uns dann doch geschockt. Den Nachmittag relaxen an Bord, lesen, Logbuch schreiben und Nickerchen.

 

Die Hafenanlage hier in Kastellholm ist sehr gepflegt. Das liegt an dem Hafenmeister und seiner Frau die mit vielen kleinen Details alles liebevoll herrichten. Es sind Blumen gepflanzt, viele kleine Dekos an allen Ecken zu finden. Beide sind sehr freundlich und hilfsbereit. Dafür erhalten Sie von mir den SVG-Vereinstander. Sie haben sich sehr gefreut und ihn auch gleich aufgehängt. Nach dem Abendessen noch drei Saunagänge und dann den Abend mit einem Gin mit O-Saft gemütlich ausklingen lassen.

Montag, den 09. Juli 2018

wir haben außergewöhnlich lange geschlafen. Sabine weckt mich. Wir bleiben noch in Kastellholm  denn Katrin und Thomas wollen mit dem Fahrrad von Mariehamm kommen. Um 12:00 treffen die beiden ein und wir besuchen gemeinsam das Freilichtmuseum. Durch Thomas seine Albernheiten haben wir viel Spaß miteinander. Am Nachmittag fahren die beiden mit dem Fahrrad zurück und wir mit der Rea nach Marieham-Ost. Wir haben uns zum Grillen bei uns an Bord verabredet. Um 20 Uhr treffen die beiden ein und bringen Fleisch und Wurst mit. Es war wiedermal ein sehr netter Abend.

 

Dienstag, den 10.07.18

Wir bleiben noch in Mariehamm-Ost. Stadtbummel, Shoppen und ausruhen.

Mittwoch, den 11.07.2018

11:00 Auslaufen aus Mariehamm-Ost unter Maschine. Da Südwind und sehr schwach, können wir erst segeln, als er nach NW dreht aber auch nur sehr schwach ist. Wir geben nach 10sm auf und gehen in der Bucht Bärgskär der Insel Askö auf 59:59,8 N  und 19:58,9 E vor Anker.

Donnerstag, den 12. Juli 2018

Schönster Sonnenschein weckt uns in der Ankerbucht schon um 06:30 Uhr. Erst einmal ein frisches Bad über Bord, …herrlich! Beim Frühstück kein Wind. Wir beschließen erstmal hier zu bleiben.

Gegen 10:30 kommt etwas Wind auf, so dass ich mich entschließe mit einem Anlieger Richtung Stockholm zu segeln. Anfangs sehr schönes Segeln mit 8-10 kt. Wind aus SO. Leider schläft er gegen 14:30 Uhr ganz ein und der Jockel muß wieder ran. Auf dem Weg begegnen uns mehrere Fähren auf unserem Kurs. Als wir um 18:00 Uhr den Eingang zu den Stockholmer Schären erreichen, beschließen wir in einer sehr schön gelegenen Bucht zu Ankern. Auf 59:46,6N und 19:05,4E fällt der Anker. Deftiges Abendessen mit Bratkartoffeln und Eiern. Dazu einen frischen Salat.

Freitag, den 13. Juli 2018

Nach einem erfrischenden Bad in dem leider mit grünen Algen versetztem Wasser in der traumhaft schön gelegenen Bucht, ein ruhiges Frühstück genossen. 10:00 Uhr Anker auf und Anfangs wegen Windstille den Jockel motiviert. 11:30 Uhr leichter Wind von Achtern. Fock ausgebäumt und wir laufen immerhin 3 kt.

13:00 Uhr einlaufen in Furusund ….erstmal an die Tankstelle. 40l für 761skr= 76€ getankt. Anschließend im Hafen fest und sage und schreibe 420skr = 42€ Liegegeld bezahlt. Noch einige Kleinigkeiten eingekauft, an die Preise hier in Schweden mus man sich erstmal gewöhnen. Leider mussten wir heute von 11 sm  8 sm Motoren. Die Bilanz bis hierher ist aber noch ganz ok.

Ich habe bisher eine Strecke von 1503 sm hinter mir, davon 912 sm gesegelt und 591 sm motort.

Samstag, den 14. Juli 2018

Die Windvorhersagen ist leider wieder mit Schwachwind.  Wir laufen um 10:30 Uhr aus Furusund aus und müssen erstmal wieder den Motor benutzen. Um 13:00 Uhr können wir endlich Segel setzen und laufen ganz gut mit halbem Wind bis Vaxholm-Castle. Dort gehen wir in eine kleine kleine Bucht bei 59:23,4N  18:20,9 um 16:45 Uhr vor Anker. Beim Einlaufen in die Bucht war Vorsicht angesagt, denn in der Karte waren keine Tiefenangaben und das Echolot stand schon auf 0,0. Abendbrot mit Bratwurst und Salat. Den Abend vertreiben wir uns mit Sudoku-Training.

 

Sonntag, den 15. Juli 2018

schon um 07:15 Uhr bei strahlendem Sonnenschein aufgestanden und erstmal ein schönes Bad in der Bucht genommen. Wassertemperatur angenehme 18 Grad. Nach dem Frühstück ohne Wind ausgelaufen. Nach nur 9 sm nur unter Maschine laufen wir in Stockholm Navishamnen gegen Mittag ein. Neben der COMFY können wir einen Liegeplatz einnehmen. Thomas nimmt die Leinen an. Am Nachmittag mit Katrin und Thomas Spaziergang und Museumsbesuch. Abends Umtrunk auf der COMFY. Marianne und Gerd von der SUNRISE sind auch dabei.

Montag, den 16. Juli 2018

Hafentag in Stockholm Navishamnen. Nach dem Frühstück wollen wir Einkaufen gehen, denn heute ist mein Geburtstag. Leider sind die nächsten Supermärkte fast 5 km entfernt,…aber ein längerer Fußmarsch tut uns auch ganz gut. Im Lidl und Coop-Markt Getränke und Grillfleisch für meine Geburtstagsfeier eingekauft. Die Comfy- und Sunrise-Crews  haben auch Großeinkauf gemacht. Das wird zu Fuß über 5 km nichts mit dem Transport des Einkaufs. Wir nehmen uns ein Taxi um das alles an Bord zu schaffen.

Am Nachmittag trifft auch Ralf von der MELOSINA ein. Er hat jetzt seine beiden Töchter Marie und Greta als Crew dabei. Ich reserviere beim Hafenmeister  Grill und Tisch und Stühle für den Abend. Es wird ein sehr gemütlicher Abend mit Katrin und Thomas, Marianne und Gerd, Ralf mit seinen Töchtern Marie und Greta und Sabine. Eigentlich hätte Kuno,..mein neues Crewmitglied längst da sein müssen. Hat er sich verirrt? Um 21:00 Uhr trift er endlich mit dem Taxi vom Flughafen ein. Was war los?? Kuno erzählt, …und wir amüsieren uns. Kuno ist in Hamburg nach dem Einchecken am Gate eingeschlafen und hat deshalb den Flug verpasst. Also war umbuchen für den nächsten Flug nach Stockholm angesagt. Die Mitarbeiterin am Schalter hat sich so amüsiert, dass Kuno nicht einmal zuzahlen musste.

Dienstag, den 17. Juli 2018

Nach dem Frühstück verabschieden wir Sabine zum Flughafen. Sie bedankt sich herzlich für den schönen Törn, …Sabine, Du warst eine tolle Mitseglerin und ein guter Kumpel.

Natürlich muss in Stockholm noch ein Hafentag eingelegt werden, denn diese schöne Stadt verlangt nach einer ausgiebigen Besichtigung. Erstmal jedoch mit Kuno los zum Einkauf  um die Vorräte wieder zu ergänzen. Wir kaufen uns ein Senioren-Ticket für die Straßenbahn und können damit 24 Std. durch die Stadt fahren. Das nutzen wir auch um möglichs viel von der Stadt zu sehen.

Wir haben bis Stockholm jetzt 1553 sm zurückgelegt. Davon sind wir 935 sm gesegelt und 618 sm unter Motor gefahren.

 

 

Tallin bis Hanko (Südfinnland)

Samstag, 16. Juni 2018

Am Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück,…auf zum Bunkern, denn in Finnland wird es sicher teurer. In einem tollen Supermarkt, der offensichtlich auf finnische Tagesgäste spezialisiert ist, für 100€ eingekauft und an Bord verstaut..

Um 13:30 laufen wir unter Vollzeug aus. Unser Ziel ist Naissaare ein kleiner Hafen auf einer Insel, 10 sm nördlich von Tallin. Laut Hafenhandbuch soll es dort Duschen WC und Sauna geben,…Fehlanzeige!! Es war nur 1 WC für Damen und Herren und ein kleines Bistro vorhanden. Dafür war die Hafenmeisterin sehr nett und freundlich,  … sie interessierte sich für meinen Hafen in Glückstadt und fing gleich an zu googlen wo Glückstadt liegt und wie unser Hafen aussieht. Durch die Haba-App hatte sie schon meine Schiffsdaten auf ihrem PC. Nachts war viel Trubel auf den einheimischen Schiffen, teilweise sind sie mit 12 Personen besetzt noch abends ausgelaufen, …vermutlich zur Party nach Tallin.

Sonntag, den 17. Juni 2018

Wir laufen bei schwachem Wind unter Vollzeug aus und können einen Anlieger fahren. Gegen 13:0 Uhr frischt der Wind auf. Ein herrlicher Törn über42 sm bis Helsinki. Auf dem Weg sind uns 12 große Fähren und 2 Kreuzfahrer auf unserer Kurslinie begegnet.

Die Einfahrt nach Helsinki gibt uns schon einen ersten Eindruck von dem was uns in den Finnischen Schären erwartet. Viele kleine Felseninseln die bewaldet sind passieren wir.

Nach dem Festmachen im Hafen Norahamm erstmal eine Mahlzeit. Rolf macht Blaubeerpfannkuchen,….lecker!!!  Bei derHafenmeisterin 24€ Liegegeld pro Tag bezahlt. Da es hier zwar Gas gab, aber leider nicht unsere 3kg Campinggasflaschen, recherchierte die Hafenmeisterin für uns eine Adresse mit samt Busvervindung und Wegbeschreibung zu einem Spezialgeschäft. Mit dem Bus fahren wir 30km außerhalb Helsinki, anschließend 25 Minuten  Fußmarch und wir können eine volle Gasflasche für sage und schreibe 49 € erwerben. Da Ikea direkt nebenan war, gönnen wir uns da im Restaurant ein Stück Kuchen und einen Becher Kaffee. Nach Rückkehr am Nachmittag Spaziergang, Kleinigkeiten einkaufen und nach dem Abendessen einen schönen Saunaabend gehabt. Am 2. Tag entschließen wir uns für eine Stadtrundfahrt mit deutschsprachiger Erklärung über Kopfhörer. Helsinki hat eine sehr schöne Altstadt mit hübschen Häusern im Jugendstil die sehr gepflegt sind. Alles was neu gebaut wurde ist modern,  architektonisch geschmackvoll und abwechslungsreich gestaltet. Es gibt mehrere Hafenbecken für Kreuzfahrer und große Fährschiffe.

Da für den nächsten Tag  am Nachmittag Starkwind angesagt ist, beschließen wir früh in die Koje und um 04:00 Uhr wecken.

Dienstag, den 19.Juni 2018

Wir laufen um 04:40 Uhr bei bedecktem Himmel aus und folgen der grün gekennzeichneten Kurslinie auf der Seekarte. Auch wenn es bedeckt ist, laufen wir abwechselnd mit Segel und Motor Kreuz und quer durch den wunderschönen Schärengärten Südfinnlands. Soetwas gibt es wohl kaum ein zweites Mal auf der Welt. Wir sind total fasziniert und können uns garnicht sattsehen.

Um 10:30 laufen wir in einen kleinen niedlichen Hafen in der Dragesviken,in einer Bucht gelegen ein. Festgemacht wird an einer Mooringtonne am Steg. Hafengeld beträgt 24€.

Mittwoch, den 20. Juni 2018

Heute haben wir noch kein festes Ziel. Da wir gestern alle Wegepunkte die an der grünen Kurslinie der Seekarte liegen schon bis Mariehamm eingegeben haben, folgen wir diesen und beschließen einen schönen Platz zum Übernachten unterwegs zu suchen. Nach einem wunderschönen Törn, abwechselnd unter Segel und Motor, legen wir uns in einer kleinen Bucht , die vor Westwind gut geschützt ist vor Anker. In der Bucht ist auch ein kleiner Hafen in dem nur kleine Motorboote liegen, …da habe ich mich wegen fehlender Tiefenangaben nicht reingetraut. Den ganzen Nachmittg, bis pät in den Abend fahren hier Motorboote rein und raus. Einige Boote fahren  mehrmals vorbei. Die sind offensichtlich als Wassertaxi oder Kleinfähre unterwegs.

 

Donnerstag, den 21.Juni 2018

Nach einem ausgiebigen Frühstück klarmachen zum Anker auf. Der Ankergrund war sehr gut, was sich beim Aufholen an der Kette auch zeigte.Eine dicke Kleischicht ummantelte die Kette. Abspülen mit der Pütz bereitete Schwierigkeiten. Also her mit der Bürste. Stück für Stück musste die Kette abgewaschen werden.  Nach 30 Minuten war auch das geschafft.

Wieder segeln und Motoren wir abwechselnd durch dienSchärenwelt und staunen immer noch über diese einzigartige Natur. Um 15 Uhr machen wir in dem Hafen Tamissaai im Ort Raseborg fest. Raseborg hat die ältestem und am besten erhaltenen Holzhäuser Finnlands. In der Altstadt ist fast alles seit dem 16. Jahrhundert erhalten geblieben und weitestens gut gepflegt.

Das Liegegeld  in Tamissaari beträgt 20€. Bei meinem ausgiebigen Spaziergang durch die Stadt für 47€ Einkauf frischer Lebensmittel und Obst. Der Himmel bedeckte sich zunehmend, es beginnt zu regnen. Schnell die Kuchenbude aufgebaut. In der Nacht beginnt es heftig zu stürmen und zu Regnen.

Freitag, den 22. Juni 2018

Es regnet und stürmt immer noch und wir legen einen weiteren Hafentag ein. Der Starkwind bis Sturmstärke in den Böen hät den ganzen Tag an und es regnet zeitweise. Ich nutze den Tag um endlich mal die neue LED-Beleuchtung über der Pantry einzubauen. Mit  Rolf seiner Hilfe ging es dann noch einfacher wie gedacht. Anschließend Spaziergang durch die Altstadt mit vielen alten aber gut erhaltenen Holzhäusern.Damit der Tag auch ausgenutzt buchen wir noch 2 Std Sauna für 24 € und lassen den Tag entspannt ausklingen. Von Mittsommenachtsfesten ist hier garnichts zu sehen.

Samstag, den 23. Juni 2018

Wir laufen um 10:40 Uhr aus.  Leider müssen wir die ganze Zeit unter Maschine laufen, denn der Wind hat nach West gedreht. Da die Schären uns den Kurs vorgeben, haben wir keine Andere Möglichkeit. Schon um 15:30 Uhr machen wir an Mooringtonne und Steg im Osthafen von Hanko fest. Beim Hafenmeister zahlen wir unser Liegegeld von 30,00 €. Dafür ist aber alles inklusive,…auch die Sauna, die wir natürlich wieder nutzen wollen. Am späteren Abend wurde hier im Hafen bis spät in die Nacht Mittsomme mit Livemusik und Tanz gefeiert. Wir sind jedoch müde und verschwinden schon um 22:30 Uhr in die Kojen. Nachts ist es sehr kalt, gefühlt hart an der Frostgrenze. Meine Füße wollen nicht warm werden und ich mus das Luk schließen.

Von Glückstadt bis Hanko sind wir bisher 47 Tage unterwegs und haben dabei 1266 sm zurückgelegt. Dabei sind wir 770 sm  gesegelt und 496 sm motort.

Roomassaare bis Tallin

Freitag, den 08. Juni 2018

Unser nächstes Ziel ist Kuivatsu auf der Insel Muhu die zwischen der Insel Saarema und dem estnischen Festland liegt. Das werden über 50 sm und wir laufen deshalb schon früh aus. Gefrühstückt wird heute mal unterwegs, denn wir haben vor dem Auslaufen Brote geschmiert und Tee und Kaffee gekocht. Bei anfangs schwachem Wind um die 5 Kt starten wir unter Vollzeug. Nach einer Stunde frischt der Wind auf,…leider erneut aus NO so dass es wie nun schon oft lange Kreuzschläge gibt. Wenn für uns auch zu spät dreht der Wind dann langsam gen Ost und wir können endlich den Sollkurs mit einem Anlieger segeln,…leider nur 2 Std, denn jetzt hatte der Wind keine Lust mehr😟. Also den Rest von immerhin noch 17sm mit Freund Jockel.

Um 20:20Uhr dann endlich in Kuivatsu an eine schön ausgebaute Pier fest. Der freundliche  Hafenmeister weist uns ein und hilft beim Anlegen. Für    20 € Liegegeld ist alles inklusive einschließlich eine betriebsbereite Sauna, die wir nach dem Abendessen natürlich auch noch nutzen.

Der Plotter hat berechnet: 51sm davon 34sm gesegelt und 17 unter Motor. Insgesamt sind wir bis hier 1017 sm unterwegs.

Samstag, den 09. Juni

Heltermaa auf der estnischen Insel Hiiumaa ist heute unser Ziel. Bei mäßigen aber noch zu segelndem Anlieger ohne zu Kreuzen geht es unter Vollzeug gen Norden.

wir haben uns diesen Hafen ausgesucht weil es hier lt. Hafenhandbuch Einkaufsmöglichkeit gibt. Auch Gas soll es hier geben.😒Das war wohl beides nichts. Außer einem Kleinen Imbiss am Fährterminal,….nichts!😡 Liegegeld 20€. Später erfahren wir den Seglern der Zee/Dehler aus NL dass der Hafen gegenüber Haapsalu sehr schön ist. …man kann halt nicht alles wissen.

Sonntag, 10 Juni 2018

Beim Auslaufen aus Herltermaa scheint es mit der Windrichtung , wenn auch schwach, mal zu passen und wir legen gleich noch im Hafen Vollzeug auf. Schon nach 20 Minuten drehte der Wind ganz langsam,…leider wieder in die falsche Richtung. Also wieder gegenan kreuzen, und das bei schwachem Wind. Im Endefekt haben wir von 33sm nur 9sm gesegelt, den Rest motort.

Dirhami ist ein kleiner sehr ruhiger Hafen. In einem netten Bistro direkt am Hafen mit Außenterasse, gibt Rolf ein Abschiedsessen aus,…Lachs mit Kartoffeln und Gemüse

In einem kleinen Tante-Emma-Laden  300m vom Hafen können wir noch ein paar Vorräte nachbunkern. Es ist warm und wir sitzen noch bis zum Sonnenuntergang an Deck,…dann kommen die Mücken und wir verschwinden in die Kojen.

Montag, den 11. Juni 2018

Für Rolf P. ist es heute der letzte Törn. Der nächste Hafen wird Lohusalu sein, den von dort fährt Rolf mit dem Bus nach Tallin zum Flughafen. Leider haben wir wieder nur schwachen Wind der am Nachmittg ganz einschläft und wir wieder von insgesamt 27sm 8 sm Motoren mussten.

Der Hafenmeister von Lohusalu steht beim Einlaufen vorn an der Mole, begrüßt uns freundlich und weist uns die Mooringtonne 2 zu. Diesmal problemlos mit dem vorbereiteten Mooringhaken und längerer Leine angelegt.

Als ich in das Hafenmeister-Office gehen will, fällt mir schon das tolle Gebäude auf.

Über eine Wendeltreppe kommt man in ein toll eingerichtetes Büro von über 50 qm mit tollem Blick über den Hafen und die gesamte Bucht.

Für 25€ Liegegeld für den kompletten Service mit Sanitärräumen wie in einem 5 Sterne Hotel inklusive  2 toller Saunen, eine für Damen und eine für Herren.

Rolf geht nach dem Frühstück um 09:00 Uhr am Morgen von Bord. Wir verabschieden uns an der Bushaltestelle. Ich bleibe noch einen Tag länger an diesem schönen und sehr ruhigen Ort. Mit einem für 3,20€ gemieteten Fahrad fahre ich durch einen schönen Wald in den nächsten Ort zum Supermarkt um noch etwas frisches Obst und Gemüse zu kaufen. Überall sieht man sehr schöne einzeln liegende Häuser, die offensichtlich als Ferienhäuser dienen

Am Nachmittag läuft die Zee/Dehler aus Goes in NL ein. Wir haben uns schon häufiger getroffen und verabreden uns für den Abend bei einem Rotwein bei denen an Bord. Als Gast bringt man den Rotwein natürlich mit.

Mittwoch, den 13. Juni 2018

Heute lass ich mir Zeit, denn der Weg bis Tallin ist nicht mehr weit. Ein ausgiebiges Frühstück und anschließender Vorbereitung für den Törn den ich jetzt erstmals allein mache, gehe ich noch mal zum Hafenmeister um mich für den tollen Service hier zu bedanken. Als Dankeschön und Erinnerung an den Hafenmeister von Glückstadt erhält er den SVG-Vereinsstander überreicht.. Der hat sich sehr darüber gefreut und schenkt mir ein Hafenmeister-Cap „Lohulasu Sadam“. Danke und Tschüss Lohusalu.

nach 5 1/2 Stunden erreiche ich entspannt den Hafen von Tallin. Hier muss man sich vor dem Einlaufen über Funk anmelden und um Freigabe bitten, denn hier wimmelt es von Großen Fähren und Kreuzfahrtschiffen.

„Drive very quickly in“ kam es über Funk zurück obwohl die an der Hafeneinfahrt befindliche Ampel auf Rot stand. Also, Hebel auf den Tisch und rein da. Auf dem Steg steht ein Hafenmeister, weist den Liegeplatz zu und hilft beim Anlegen. Das Liegegeld über 40 € zahle ich in seinem Büro, wobei ich schon am Steg aufgefordert werde die Schiffspapiere mitzubringen. Die ganze Prozedur war sehr bürokratisch inkl. der Kopie der Versicherungspolice und der Frequenz-Zuteilungsurkunde. Für 40€ ist die sanitäre Ausstatung in Containern mit nur einer Dusche und einem WC sehr dürftig. Die frei nutzbaren Waschmaschinen und Trockner in den Räumen des Yachtclubs waren allerdings Super.

In einem direkt am Hafen liegenden Supermarkt noch was leckeres gekauft und ein schönes Essen gekocht. Danach ein ausgiebiger Spaziergang durch eine wunderhübsche Altstadt von Tallin. Hier ist offensichtlich weder im Krieg noch von den Russen etwas zerstört worden

15. Juni 2018

Ich bleibe noch in Tallin und erkunde noch die Stadt. Auch warte ich auf mein neues Crewmitglied Rolf B. Er bringt aus HH einen neuen Pinnenpiloten für Thomas von der COMFY mit. Thomas ist mit dem Bus von Riga unterwegs um das begehrte Stück abzuholen. Mit Thomas, der inzwischen ein guter Freund geworden ist gemeinsam Leckeres vom neuen bordeigenen Grill verspeist. Gegen 18:00 Uhr trifft Rolf ein. Schnelle Begrüßung  am Tor und Übergabe des Ersatzteils, denn für Thomas geht gleich wieder der Bus nach Riga

Nachdem Rolf seine Koje eingeräumt hat und sich eingewöhnt hat, bummeln wir gemeinsam durch die Altstadt. Wir sind beide müde und freuen uns auf die Kojen.

 

Kleipeda/Litauen bis Roomassaare/Estland

Donnerstag, den 31.05. 2018

Nach dem wir uns einen Hafentag in Kleipeda gegönnt haben, ….übrigens der einzige Hafen in Litauen, laufen wir nach Liepaja aus. Wiedermal Nordwind, …also wieder gegenan kreuzten. Anfangs guten Wind mit 18kt später abflauend und um 19:00 Uhr schläft er ganz ein. Also muss der Jockel wieder ran. Nach 12,5 Std sind wir in Liepaja fest. An einem Schwimmsteg liegen wir wieder gemeinsam mit „Toy 4 Two“, „Comfy“ und  „Melusine“ längsseits am Steg direkt vor dem Hotel Royal, …ein recht nostalgisches Hotel, in dem wir im 2. Stock die Duschen nutzen. Das WC ist im Erdgeschoss. Ein überaus freundlicher Hafenmeister gibt uns viele Tips mit Hilfe eines Stadtplans und einige Info-Flyer auf Deutsch. Liepaja ist eine lebendige Stadt, sehr sauber und freundliche und hilfsbereite Menschen. Man merkt deutlich, dass sich hier sehr viel Mühe gegeben wird um etwas aus dem Land zu machen. Bei einem gemeinsamen  Spaziergang mit Thomas und Katrin finden wir einen riesigen Supermarkt in dem wir unsere Vorräte ergänzen. Dabei stellen wir fest, dass wie in Polen und Litauen die Grundnahrungsmittel preislich in etwa 1/3 von unseren Preisen liegen. Alles Andere ist genauso teuer wie in Deutschland. In einem Baumarkt der so ein umfangreiches Sortiment hat wie ich es noch nirgends in Deutschland gesehen habe, erwerben wir noch eine „Richtige Thermosflasche“, zwar teuer aber die hält tatsächlich viele Std. heiß.

Da es hier in Liepaja sehr schön ist, legen wir noch einen weiteren Hafentag ein und genießen den freien Freitag. Beim Bummel durch die Stadt finde ich zufällig einen Fielmann, …schnell meine zerbrochene Sonnenbrille von Bord geholt und rein in den Laden. Gleich zwei sehr freundliche Mitarbeiterinnen suchen ihr gesamtes Rahmensortiment durch um für meine Gleitsichtgläser einen passenden Rahmen zu finden. Am Samstag Morgen um 10 Uhr konnte ich die Brille abholen. Ganze 23,90€ sollte ich für den Rahmen zahlen,…das einbauen der Gläser war umsonst. Da war ein ordentliches Trinkgeld fällig.

Samstag, den 02.Juni 2018

Nach dem ich die Brille von Fielmann abgeholt habe, laufen wir bei NW um die 18kt mit einem Anlieger unter Vollzeug Richtung Pavilosta aus. Ein sehr schöner Segeltag bei bestem Wetter ohne viel  Welle. Nach dem gegen 18:00 Uhr der Wind ganz einschläft Motoren wir die letzten 5 sm. Als erstes noch schnell die Tankstelle angelaufen. Die Frau war schon bei den Vorbereitungen für den Feierabend hat uns dann aber noch bedient, obwohl ich noch schnell den Beypass für die Tankklappe mit Hilfe eines Schlauchs einbauen musste. 43 l liefen jetzt problemlos in den Tank.

Die Liegeplätze waren alle belegt, so daß wir an einer einheimischen Dehler längsseits gehen mussten. Danach Dusche und mit den Crews von „Comfy“ und „Toy 4 Two“ ins Restaurant am Hafen gemeinsam Essen gegangen. Anschließend einen Spaziergang an den Strand um den Sonnenuntergang zu genießen. Leider haben uns hier Massen von Stechmücken, die auch sehr aggressiv waren vertrieben. Jetzt kam das im Baumarkt erworbene Netz zum Einsatz welches wir in die Niedergänge gehängt haben.

Sontag, den 03.Juni

Eigentlich wollten wir hier in Pavilosta noch einen Hafentag einlegen,…die Massen von Mücken waren immer noch aktiv. Also, sofort ohne Frühstück weg von hier!!! Dann wird eben unterwegs gefrühstückt. Unter Vollzeug ausgelaufen und  bei schwachem Wind gemütli gefrühstückt. Wir können bald wegen achtlicher Winde den Spi setzen und einen traumhaft schönen Segeltag bei mäßigem Wind genießen. Nach 8 Std. und 15 Min. laufen wir in Ventspils, einem Industriehafen mit geschütztem Yachthafen ein. Auf uns warten schon unsere ständigen Begleiter „Comfy“ und „Toy 4 Two“. Auch Ralf und seine Freundin Frauke von der „Melusina“ und die „Nora“ mit den zwei Herren aus Hamburg liegen hier.

Ein sehr netter und freundlicher Hafenmeister nimmt die Schiffsdaten auf und zeigt die Anlage. Abendessen mit Bratkartoffeln, Rest Bratwurst und Salat.

Wir wollen 2 Tage bleiben und mit dem Bus nach Riga fahren um uns die Stadt anzuschauen.

Dienstag, den 05.Juni 2018

Wir fahren mit einem Reisebus von Ventspils 180 km nach Riga. Für 180 km Fahrt, hin und zurück zahlen wir ganze 16,75€/Person. Öffentliche Verkehrsmittel sind hier sehr preiswert. Man kan mit Straßenbahn oder Bus für 0,90€ durch die ganze Stadt fahren. Am riesigen Busbahnhof sehen wir 4 Große Markthallen die wir staunend als erstes besuchen.

Jede Halle war für bestimmte Warengruppen mit Massen von Heimischen Lebensmitteln bestückt. So gab es je eine Halle für Fisch, eine für Fleisch, eine für Milchprodukte, eine für Backwaren und Gewürzen. Gemüse und Obst war an den Außenständen zu finden.

Nach den Markthallen sind wir durch die Stadt gewandert. Wunderschöne Bauten im Jugendstiel, größtenteils er gut renoviert. Alles sehr sehenswert. Um etwas mehr zu sehen hat uns ein Russe mit seinem nostalgischen Bus für 15€ eine einstündige Stadtrundfahrt und deutschsprachiger Erläuterung überKopfhörer viel gezeigt.

Mittwoch, den 06. Juni 2018

wir verabschieden uns herzlich von den nun schon zu Freunden gewordenen Mitseglern der „Comfy“ mit Kathrin und Thomas .“Toy 4 Two“ mit Uta und Hans Jürgen haben wir schon in Riga verabschiedet, ….die wollen dort ein paar Tage bleiben.

wir laufen mit ziemlich hohen Welle die vom Vortag noch nachwirken von Ventspiels aus nach Mõhu/Estland und haben einen schönen Anlieger bei Max 20kt Wind. Alles ganz entspannt😊.

Mõhu ist ein kleiner neu ausgebauter Hafen mit ganz neuen Einrichtungen. Außer dem Hafenmeister und uns ist da nichts. Aber der Hafenmeister war sehr freundlich,….wie übrigens die Menschen hier in den baltischen Staaten überhaupt. Das Liegegeld von 16€ für alles, ist in Anbetracht, dass der Hafen  noch nicht ganz fertig ist, sehr moderat.

Donnestag, den 07. Juni 2018

Unser Kurs geht jetzt mit Ziel Roomassaare. Wieder, …inzwischen der 31. Tag mit schönem Wetter, …schwankenden Windstärken zwischen 7 und  18 kt auf Halbwindkurs, ist konzentriertes Rudergehen angesagt. Später Nachmitag frischt es auf und wir laufen mit 30kt in den Hafen von Roomassare ein. Wieder ein schöner Estnischer Hafen mit freundlichem Empfang durch einen ganz jungen Hafenmeister, der die Leinen annimmt und beim Anlegen an neuen Auslegern hilft. Hier gibt es eine Sauna, die betriebsbereit ist und natürlich von mir sofort genutzt wird. Als ich aus der Sauna komme, …nach Ortszeit 22:00 Uhr, hat der Wind in Böen bis zu 46 kt , das ist Stärke 9 Bft, zugenommen, so dass ich in Unterhose eine zusätzliche Spring ausgebracht habe. In der Nacht,…nach viel Musik in den Masten, Flaute es dann wieder ab.

 

 

 

 

Leba/ Polen bis Kleipeda/Littauen

Dienstag, den 22. Mai 20188

Da wir in Leba noch mal gebunkert haben sind wir erst gegen Mittag ausgelaufen. Unser nächster Zielhafen ist Wladislawowo/Großendorf. Der Wind ist schwach mit gerade mal 5kt und wieder mal ONO so dass wir wieder einen knappen Anlieger und Kreuzkurs versuchten. Gegen 15:00 Uhr frischt der Wind zwar auf, aber er dreht jetzt nach Ost. Da auch noch 1,5 kt Strom gegenan, geben wir auf und unser Jockel muß ran. Das war kein schöner Segeltag denn 10sm unter Segel und 24sm unter Maschine bei ziemlicher Hackwelle könnte einem die Laune verderben,…aber nicht mit uns!!

Damit unsere Laune wieder auf Höhepunkt kommt, beschließen wir den neuen Grill einzuweihen und freuen uns , dass man mit dem Teil wunderbar an Bord grillen kann.  Nach einem gemütlichen Grillabend mit frischem Gemischten Salat und Brot und einer Flasche Rotwein geht es doch ganz zufrieden in die Koje.

Wladislawowo ist ein reiner Fischereihafen in dem mindestens 40 Fischerboote liegen. Wer hier Station machen will, sollte sich auf das einfachste einstellen. Beispiel: Um 7:30 Uhr wollten wir das Klo benutzen ; ..alles abgeschlossen😠. Die Klofrau kommt um 7:40 Uhr mit dem Auto vorgefahren und erklärt uns, dass erst um 8:00 Uhr geöffnet wird. Nachdem wir auf Englisch unserem Ärger Luft gemacht haben und wir Ihr versuchten zu erklären, dass wir schließlich Hafengebühren bezahlten, hat sie dann doch widerwillig aufgeschlossen. Fazit: Wenn nicht unbedingt notwendig, …nie wieder Wladislawowo

Mittwoch, den 23.05

Wir laufen gleich unter Vollzeug Groß, Genua und Besan erstmals mit einem Halbwind Kurs aus mit Ziel Hel. Bei schwachem Wind um die 8 kt entspannen wir uns mit eingeschaltetem Autopiloten und lesen oder dösen vor uns hin. Gegen 18:30 Uhr schläft der Wind ganz ein und wir  motoren die letzten 3 sm nach Hel.  Hel hat einen großen Hafen , überwiegend für Fischer und Gewerbe. Für Sportschiffe gibt es Ausleger  mit Strom und Wasser. Liegegeld 50 Zt. WLAN funktioniert hier garnicht. Der sehr freundliche Hafenmeister kommt an Bord zum kassieren, versteht aber weder Deutsch und kann kaum Englisch. Die WC’s  werden hier, wie in Wladislawowo dauerhaft von einer Klofrau bewacht. Für Duschen sind bei ihr 8Zt zu zahlen. Trotz freundlichem Grüßen unsererseits war kein bischen Lächeln auf ihren Lippen zu erkennen. Wiedermal treffen wir uns mit „Comfy“ und „Toy 4 Two“ zusammen und verabreden uns zu gemeinsamen Spaziergang durch Hel,…einem Ort, der auf Touristen geeicht ist. Unzählige Gaststätten, …mehr als Geschäfte  waren überwiegend noch geschlossen. Wir fanden eine urige Kneipe die sehr maritim eingerichtet war und gönnten uns hier eine einfache Mahlzeit mit gebratenem Lachs, Kartoffeln und frischem Gemüse. Klar, dass wir dazu noch zwei Bier benötigten, denn Fisch muss schwimmen😉. Das ganze hat unsere Bordkasse mit 95 Zt strapaziert,…haben wir wegen vorhandener Livemusik und sehr freundlicher Bedienung  noch als sehr preiswert empfunden. Es waren immerhin  12 € /Person. Es war ein sehr netter Abend!!!

Hel und alle Ortschaften der polnischen Küste sind typische Urlaubsorte in denen sicher in der Ferienzeit die Post ab geht. Jetzt ist allerdings noch nicht viel los.

Donnerstag, den 24. Mai 2018

Es sind nach Danzig nur noch 12 sm bis zur Hafeneinfahrt. Bis wir jedoch im Stadthafen , ganz in der Nähe des Krantores festmachen, sind noch weitere 5 sm unter Maschine durch einen interessanten Werft- u. Industriehafen zurückzulegen. Mein Zeitplan für den Crewwechsel in Danzig haben wir auf den Punkt geschafft. Morgen kommt Rolf P. und Armin fliegt am Sonntag. Wiedermal treffen wir gleichzeitig mit der „Comfy“ ein und liegen am gleichen Ausleger😊. Logisch, dass es ein gemeinsames Einlaufbier, dieses Mal auf der Comfy gibt. Anschließend im Büro des Hafenmeisters freundlich begrüßt worden. Er spricht ein verständliches Englisch und wir haben uns gut verstanden. Das Liegegeld für drei Tage beträgt 320 Zt. Das entspricht ca 26 € pro Tag. Für die Dusche sind nochmal 5 Zt im Automaten fällig. Es ist alles sauber und modern. verschiedene Hafenmeister kümmern sich perfekt und gern um die Gastlieger. Besonders eine junge Hafenmeisterin ist sofort auf den Stegen wenn ein Boot einläuft und hilft kompetent beim Anlegen.

Danzig ist eine pulsierende Großstadt mit sehr vielen Touristen. Die Altstadt ist voller Gaststätten,…Haus bei Haus und alle brechend voll. Armin und ich nutzen die freie Zeit für ausgiebige Erkundung der Altstadt, natürlich auch mit einem Besuch eines Bistros mit einem zünftigen Bier. Abends sind wir dann noch mit Katrin und Thomas von der „Comfy“ und Uta und Hans-Jürgen  von der „Toy 4 Two“ durch die Stadt gebummelt. Uns fiel auf, dass die Arbeiter auf den großen Baustellen bis zum Sonnenuntergang gearbeitet haben.

Freitag, den 25.05.2018

Nach einem ausgiebigen Frühstück ala Armin, noch mal zum Einkaufen. Für den Abend, wo Rolf als neues Crewmitglied ankommt wollte ich mal kochen. Geplant war Gemüsepfanne mit Skampi ala Klaus. Das es in einer Großstadt keine Garneelen gibt, hätte ich nicht gedacht. Also, …umdisponieren und frischen Lachs gekauft.

Am Nachmittag, wir sitzen gerade mit Thomas und Katrin bei mir an Bord, klopft Ralf von der  „Melusine“ und will uns interviewen,…woher, wohin? Es ist erstaunlich, …er will auch eine Große Runde bis Haparanda machen.

Pünktlich gegen 17 Uhr trifft Rolf ein,…freundliche Begrüßung mit „Einlaufbier“ . Armin hatte schon die Achterkabine geräumt und wir die nächsten zwei Nächte im Salon schlafen. Schnell verging der Abend und wir haben uns nett unterhalten.

Am Samstag sind  wir dann zu dritt durch die Stadt spaziert und haben Wiedermal  das schöne Wetter genossen.

Sonntag, den 27.05.2018

Nach dem Frühstück hat Armin seine Sachen gepackt und wir haben ihn mit dem Taxi zum Flughafen verabschiedet. Armin meinte: „schade, dass das schon vorbei ist, wir hatten eine sehr schöne Zeit“

Damit wir rechtzeitig um 10:00 Uhr durch die Klapprücke kommen müssen wir starten, denn wir müssen noch Diesel tanken. Die Tankstelle liegt direkt hinter der Brücke. Beim Versuch zu tanken, …großes Erstaunen: nach eingefüllten 5 l läuft es über. Mehr läuft nicht rein. Also, wieder abgelegt und auf die andere Seite des Hafens an die Pier um zu erkunden woran das liegt.. Im Motorraum den Tankschlauch an einemVerbindungsstück getrennt, einen Draht Richtung Tank gesteckt. Damit konnte Ich eine Rückschlagklappe erreichen und aufstoßen . Erneuter Tankversuch hat keinen Erfolg gehabt. Jetzt habe ich erstmal das Vorhaben abgebrochen und wir sind Richtung Hel ausgelaufen. Da erneut der Wind genau daher kam, wo wir hinwollten, bleibt ein Kreuzkurs nicht aus.

Abends sind wir dann in Hel erneut in die urige Gaststätte gegangen und hatten wieder mit Hans-Jürgen, Uta, Katrin und Thomas einen netten Abend. Rolf brauchte nicht kochen.

Montag, den 28.05.2018

Nach dem Frühstück erstmal das Tankproblem zu lösen versucht. Mit einen kleinen Schlauch den ich eingeführt habe, konnte ich die Rückschlagklappe wieder öffnen und wir haben mit dem Kanister 20l Diesel getankt.

Um 10 Uhr sind wir dann auf den langen Törn  von ca. 120 sm von Hel nach Kleipeda gestartet. Obwohl die Windvorhersagen Ost bis OSO voraussagten war es NO und wir gingen auf jeweils 5sm Kreuzschlägen Richtung Norden. Seit 10:30 Uhr läuft die REA auf allen Kreuzschlägen stabil ohne Rudergehen allein am Wind,..sehr entspannend!  Da die Batterien durch die ganze Elektronik doch ziemlich belastet werden alle 2 Std für 20 Min Maschine an. Ab Mitternacht drehte der Wind dann weiter nach Osten, so dass wir wenigstens mehr Strecke schafften. Um 03:00 Uhr dann SO,..guter Wind und Kreuzerei war vorbei. Gegen 14:00 schlief der Wind ein, so dass wir den Rest bis Kleipeda motorten.

In der Nacht sind wir abwechselnd Wache gegangen aber beide An Deck geblieben und abwechselnd in der Ecke gedöst.

In Kleipeda läuft man ca. 2sm  in den Hafenkanal der von Berufsschiffahrt stark frequentiert ist ein um dann in einen kleinen verwinkelten Kastell-Hafen ein. Hier kann man nur zu jeder vollen Stunde durch eine Drehbrücke die von zwei Hafenmeistern per Hand geöffnet wird einlaufen. Der Hafen liegt ruhig und sehr idyllisch.

Wärend ich Einkaufen gehe, kocht Rolf nach 30 Std Fahrt ein leckeres Bauernfrühstück. Nach dem Essen noch schnell duschen und ab in die Koje.

Das Hafengeld beträgt 20 € zuzüglich Wertkarte 2€ für Strom. Wegen der langen Reise um die Russsche Enklave Kaliningrad legen wir in Kleipeda einen Hafentag ein. Uns fällt auf, dass hier in Litauen die Menschen deutlicho freundlicher und hilfsbereiter sind als in Polen.

Auch die „Comfy“ und „Toy 4 Two“ sind wieder hier. Anscheinend sind das unsere ständigen Verfolger 😄. Das ist schön, denn so kann man sich austauschen und man hat auch eine schöne Zeit miteinander.

Bis Kleipeda haben wir jetzt 479 sm gesegelt und 307 sm motort. Das macht insgesamt 786 sm.

Diewenow bis Leba

Wir haben immer noch strahlenden Sonnenschein und beim Auslaufen  aus Diewenow nur 8kt. Wind. Vor dem Auslaufen haben wir bei den Fischern  noch schöne frische Schollen gekauft. Für 4 schöne Schollen haben wir gerade mal 10 Zt bezahlt, das sind umgerechnet 2,50€ nach einem entspannten Segeltag sind wir nach 32sm in Kolberg fest. Beim Hafenmeister haben wir 80Zt plus jeweils 5 Zt für Strom und Dusche gezahlt. Insgesamt entspricht das 12€. Hier haben wir auch das erste mal Waschtag eingelegt. Für tolle Waschmaschine und Trockner waren 30 Zt fällig.

Kolberg ist ein schöner Ferienort mit einer sehr schönen Hafenpromenade und da wir recht spät im Hafen waren gönnten wir uns nach einem ausgiebigen Spaziergang in einer kleinen Pizzeria eine Pizza und zwei Bier für zusammen ganze 75Zt.

Weil es hier recht nett ist haben wir mal einen Hafentag eingelegt.

insgesamt haben wir bisher 384 sm zurückgelegt, davon 202 sm unter Segel und 182 sm unter Maschine.

Am Samstag, den 17.05 nach dem wieder toll von Armin zelebrierten Frühstück laufen wir 2 Std gegen den Wind unter Maschine aus bis wir bei 20 kt Wind einen Anlieger unter Groß, Genua und Besan fahren können. Nach einen größeren Kreuzschlag sind wir nach 40 sm in Darlowo fest. Hier mussten wir bis zur vollen Stunde warten, bis die Brücke über den Hafen geöffnet wurde. Wie fast überall in Polen soll man vor dem Einlaufen über UKW Kanal 12 vom Kapitant Porto eine Freigabe geben lassen. Nach dem wir zunächst wie im Hafenhandbuch beschrieben den Gastliegeplatz an der Pier direkt hinter der Brücke eingenommen haben und uns wunderten als einziges Schiff hier zu sein, suchten wir den Hafenmeister,….nicht zu finden und die WC’s waren offensichtlich nach dem Winter noch nicht geöffnet worden😟. Nach einer halben Stunde kam der sehr freundliche Hafenmeister und wies uns in den 200m weiter backbords liegenden Yachthafen ein. Der war im Handbuch als Fischereihafen angegeben und entpuppte sich als neuer und moderner Yachthafen mit Auslegern und einer tollen Anlage

Hier trafen wir erneut die beiden Ehepare der TOY VOR TWO eine Maxi 1100 und der COMFY, eine Comfortina 32. Mit den Vieren haben wir einen Netten Abend bei mir an Bord bei Wein, Bier, Obstler und Wisky verbracht. Die wollen genauso die große Runde drehen und wir werden uns wohl noch häufiger treffen.

Für Liegegeld inkl. Allem Liegegeld von 55 Zt = 14€ bezahlt

Pfingstsonntag, den 20.05.

wegen der stündlichen Brückenöffnung heute nur schnelles Frühstück um die 9:00Uhr Brücke nicht zu verpassen. Mäßiger Wind, wie immer mal wieder aus NO Zwang uns unter Vollzeug zu  4 größeren Kreuzschlägen. Wie in den letzten Tagen toller Sonnenschein und Kalte Luft. Um 16:30 Uhr sind wir in Ustka / Stolpmünde eingelaufen. Hier lag auch schon wieder die TOY FOR TWO AN DER Pier. Ustka ist ein schöner Ferienort, und da heute Pfingsten ist war hier auch ganz gut Betrieb,….was ansonsten überall noch nicht der Fall war. Die Saison geht hier wohl überall später los.

Wie fast überall wo wir hier in Polen waren ist in die Infrastruktur sehr viel und hochwertig investiert worden. Wie hier in Stolpmünde stehen dann die Schilder „Mit EU Mitteln errichtet“. Insgesamt ist es fast überall sehr gepflegt und sauber.

Hafengeld 40 Zt, einfache Sanitäranlagen im Container.

Montag, 21.05.18

Wieder ONO und diverse Kreuzschlägen bei anfangs 13kt später auffrischend auf bis 30 kt. Da der Wind immer weiter nach Ost drehte, und wir nun kaum noch vorwärts kamen,…der Strom ging auch noch mit 1,5 kt entgegen, den Rest bis Leba bei heftigem Seegang motort. Fest in Leba um 18:45 Uhr.

Nach dem Abendessen gerne eine Einladung von Thomas und Katrin von der COMFY angenommen und wieder einen schönen Abend gemeinsam verbracht.

 

Stralsund bis Diwenow

Von Stralsund geht es durch den Strelasund in den Greifswalder Bodden nach Lauterbach. Ziemlich kräftiger Wind mit bis zu 30 kt, wie fast immer in den letzten Tagen scheucht uns durch den Strelasund. Großer Schreck vor Strahlbrode, …Ich war etwas unaufmerksam,….das Boot sitzt fest auf sandigem Grund. 😟😳 Dank des kräftigen Winds half uns die quer zum Wind gestellte Genua und einige Wellen gerade noch wieder frei zu kommen.

Weiter geht es quer durch den Bodden nach Lauterbach. Nur unter Genua mit 25-32kt Wind und blöder Hackwelle treffen wir 3 Meilen vor Lauterbach auf einen Segler von ca 7m Länge der offensichtlich Probleme hatte,..seine Segel flatterten unkontrolliert umher, er saß in der Plicht und rührte sich nicht. Wir hatten bei den 30 kt Wind mit uns selbst zu tun, er reagierte nicht auf meinen Funkruf und Handzeichen um um Hilfe zu bitten gab er auch nicht. In Lauterbach festgemacht habe ich dann Bremen Rescue informiert. Der Hafenmeister ist dann mit einem größeren Schlauchboot raus um zu helfen.

Lauterbach ist ein typischer Ferienort auf Rügen. Der Hafen war wie bisher fast überall noch recht leer.  Hier gibt es mehrere im Hafen schwimmende Ferienhäuser,..ziemlich hässlich😟. Viele noch nicht genutzte Bavaria Charteryachten die ziemlich runtergekommen aussahen. Die Sanitärräume waren noch nicht alle offen, so dass ein Fußmarsch von 300m zum Klo fällig war. Liegegeld 16€ plus Wertkarte  für Dusche und Strom.

Von Lauterbach ging es wieder quer über den Bodden. Jetzt mussten wir entscheiden,…gehen wir auf die Ostsee oder durch das Stettiner Haff. Auf Grund des kräftigen Windes entschieden wir uns für den Penestrom. Landschaftlich sowieso schöner,…wenn denn nur die Wolgastbrücke  und die Zecheriner Brücke nicht wären😠. Wolgastbrücke,…2,5 St. warten bis 17:45. Die Zechiner Brückenzeit sollte 20:45 Uhr sein,….das schaffen wir!!!

Gegen 21:45 haben wir dann in einem kleinen Hafen Kanin backbordseitig vor der als Denkmal stehengebliebenen Eisenbahnbrücke in Kanin festgemacht. Ein kleiner idyllischer Hafen, aber toll ausgestattet, sogar Fäkalienabsugung ist möglich. Das ganze für nur 10€ Liegegeld.

Diesen Hafen kann ich nur weiterempfehlen.

Von Karmin ging es dann quer durch das Stettiner Haff nach Swinwmünde, wo wie bisher überall der Hafen noch ziemlich leer war. Hier haben wir dann einige Euros in polnische Sloties getauscht. Die Liegeplätze sind eingezäunt und man kommt nur mit der Wertkarte, die man auch für Strom und Duschen nutzen muss wieder auf den Steg. Dafür ist das aber sehr preiswert.  Liegegeld einschließlich Strom und Duschen 15€.

Nächster Tag bei schwachem NNO über die Ostseenach Diwenow, ..ein neunausgebauter Hafen in einem Offensichtlichen Ferienort. Hier ist ein Hafenmeester 24 Std am Tag ansprechbar🤔! Sogar für momentan nur 3 Gastlieger😉

 

 

 

Es geht weiter

Der Ostwind wird noch einige Zeit unseren Kurs bestimmen. Also geht es weiter Richtung Norden. Wir nehmen Smalands Fahrwasser als Nächstes Ziel und können mit Groß, Fock und Besan wieder hoch am Wind bei strahlendem Sonnenschein fantastisch segeln.

Das geht jetz die ganzen Tage so weiter. Die Windrichtung bestimmt unseren Kurs und wir laufen über Onsevig auf Lolland, Fejö im Smalandsfahrwasser nach Klintholm auf Mön.

Als wir aus Onsevig auslaufen wollen, streikt mein neues UKW Funkgerät. Spannung gemessen, Sicherung kontrolliert,…alles i.O.😟  Funkgerät eindeutig defekt😠. Da wird wohl eine Reklamation fällig sein.

Auf dem Weg von Fejö nach Klintholm,…großer Schreck😳. Auf Position N54:51,925  und O12:12,100 steht das Echolot auf 0,0 und der Grund ist klar zu sehen. Kontrolle der Position in der Seekarte Cmap,…da sollen 8m sein 🤔 aber alles gut gegangen. 10 Meilen vor Klintholm schläft der Wind ein und wir Motoren den Rest.

Von Klintholm geht es windbedingt nach Stralsund, …wegen des weiten Wegs früh aufgestanden und mit schnellem Frühstück,..was eine Ausnahme ist, bei wenig Wind aufgebrochen. 46 Meilen, davon wegen wenig Wind 30 Meillen unter Maschine.

Bis jetzt haben wir 250 Meilen hinter uns gelassen. Davon die Hälfte unter Motor😒, 😉 Wegen NOK!